EYE TRACKING

Eye Tracking für Museen

Wir untersuchen Ausstellungen aus Sicht der Besucher:innen: Was wird wahrgenommen, verstanden und erinnert – und wo entstehen Orientierungs- oder Vermittlungshürden?

Besuchererlebnis fundiert verstehen

Besucherorientierung ist ein wesentlicher Teil zeitgemäßer Museumsarbeit. Neben der allgemeinen Zufriedenheit interessiert das gesamte Besuchserlebnis: Erwartungen vor dem Besuch, Orientierung im Raum, Wahrnehmung von Exponaten, Verständlichkeit der Vermittlung und der Eindruck danach. Die genaue Kenntnis von Problemstellen ermöglicht gezielte Verbesserungen.

Eye Tracking als Teil der Besucherforschung

Eye Tracking zeigt, welche Exponate, Beschriftungen und Informationsangebote Aufmerksamkeit erhalten und in welcher Reihenfolge Besucher:innen sie wahrnehmen. In Verbindung mit einem qualitativen Interview entsteht ein differenziertes Bild: Beobachtbares Verhalten und die persönliche Einschätzung der Besucher:innen werden gemeinsam betrachtet.

Auswertung aus Museumsstudien

Orientierung und Leitsystem

Finden sich Besucher:innen selbstständig zurecht? Werden Hinweise wahrgenommen, verstanden und am passenden Ort angeboten?

Vermittlung und Inhalt

Sind Informationen verständlich? Werden Themenwelten, Inszenierungen und zentrale Botschaften erfasst?

Lesbarkeit und Zuordnung

Welche Texte werden gelesen? Können Beschreibungen und Informationen den richtigen Exponaten zugeordnet werden?

Interaktive Elemente

Werden Touchscreens, Kiosksysteme oder andere interaktive Angebote als solche erkannt und sinnvoll genutzt?

Vor und während des Besuchs

Wir betrachten Erwartungen, Zugänglichkeit, Wegeführung, Beschilderung, Informationshierarchie und die Wahrnehmung einzelner Ausstellungsbereiche.

Nach dem Besuch

Im Abschlussinterview können Gesamteindruck, Zufriedenheit, Erinnerungen, vermitteltes Wissen und die Weiterempfehlungsbereitschaft eingeordnet werden.

Ablauf einer Studie

  1. Gemeinsam definieren wir Zielgruppen, Fragestellungen und relevante Bereiche der Ausstellung.
  2. Passende Besucher:innen werden vor Ort angesprochen und zur Teilnahme eingeladen.
  3. Die Testpersonen besuchen die Ausstellung selbstständig mit einer mobilen Eye-Tracking-Brille.
  4. Beobachtung, Blickdaten und ein strukturiertes Abschlussinterview werden gemeinsam ausgewertet.

Ergebnisse und Empfehlungen

Problemstellen werden nachvollziehbar dokumentiert, nach Dringlichkeit eingeordnet und mit konkreten Empfehlungen für Beschilderung, Wording, Gestaltung, Besucherlenkung und interaktive Angebote ergänzt.

Formative Evaluation

Bei neuen Ausstellungen lassen sich Prototypen, einzelne Exponate oder Teile der Vermittlung bereits vor der Eröffnung prüfen und schrittweise verbessern.

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